Sonntags-Gedanken (incl. Statistik)

Heute ist  St. Patrick’s Day, oder auch Lá Fhéile Pádraig. Dass sich viele Leute deswegen mental blau färben, kann ich ja nachvollziehen, schließlich soll man die Feste feiern wie sie fallen – und Rettungsdienste und Notaufnahmen wollen auch etwas zu tun haben. Aber dass man deshalb – schon aus Tradition – ganze Flüsse grün färben muss [1], geht mir persönlich einen Schritt zu weit. (Bildquelle[Edit 08.0.2014: Bild gelöscht wegen Urteil des LG Köln, welches mir in seinen Auswirkungen unklar ist.] Ich persönlich trinke ja mein  Guinnes lieber schwarz mit einer bergmännisch abzubauender Blume… FlussGrün


Was habe ich diese Woche bei WordPress gelernt? Einerseits: Wenn man einen neuen Artikel schreibt, als allererstes das „Veröffentlichungsdatum“ von „sofort“ auf mindestens 7 Tage in die Zukunft zu verlegen – so kann man aus Versehen auf „Publizieren“ (bzw. „Planen“)  drücken, und niemand bekommt es mit. Und andererseits: Meine Rechtschreibschwäche werde ich offensichtlich nicht mehr los werden – da müssen alle Mitlesenden wohl eine hohe Toleranzschwelle entwickeln…

Rein statistische war der letzte Sonntag natürlich eine Wucht. Pharmama und ihrer Werbung sei Dank, hatte ich 2.707 Aufrufe von 544 Besuchern. Wow. Das ist seither zwar rückläufig und scheint sich bei so ca. 400 Aufrufen von 130 Besuchern täglich einzupegeln, aber auch das finde ich grandios. Ihr seit alle willkommen! Den zweiten Platz auf der auf mich führende Linkliste hält der Chefarzt, und den dritten Platz belegt der Google-Reader, der allerdings demächst gemäß Heise.de zum 01.07.2013 abgeschaltet wird.

Die meisten Aufrufe stammen natürlich aus Deutschland, aber ich scheine einen Fan in Japan und auch einen Fan in Hong Kong gefunden zu haben. Jeweils 26 Aufrufe in 14 Tagen, damit teilen sich eure Aufenthaltsorte Platz 6 in meiner Statistik [2]. So kommen die „exotischten Aufrufe“ derzeit hiermit aus Spanien, Schweden und Chile; und müssen sich Island, Dänemark, Australien und Ungarn mit jeweils 2 Aufrufen geschlagen geben. Die Welt ist ein Dorf.

Ihr habt mir jetzt zusammen 73 Kommentare geschrieben. Prima! Sagt mir, was ihr von meinem Getipsel haltet. Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion zu den von mir angeschnittenen Themen.

Und zum Schluss: Statistik ist meistens langweilig. Aber noch ist alles neu hier für mich (und aufregend 😉 ), und daran möchte ich Euch teilhaben lassen…

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[1] Auch wenn heutzutage (angeblich) umweltfreundlichere Farbstoffe verwendet werden als das Uranin früher, welches allerdings nichts mit Uran zu tun hat (außer vielleicht das nette grüne Glühen…).
[2] Eine andere Erklärung wäre, dass witzige Surfer einen Proxy dort nutzen. Aber interessant finde ich das ganze trotzdem.

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10 Gedanken zu „Sonntags-Gedanken (incl. Statistik)

  1. Warum, Statistik ist langweilig? Für mich ist sie die Königin der Wissenschaften, weil nur sie uns hilft, zufällige von nicht zufälligen Ergebnissen zu unterscheiden. 🙂 [1]

    1: Aber das liegt natürlich an meinem Beruf. 🙂

    • Statistik an sich IST langweilig – vor allem, wenn man sich mit der Mathematik dahinter beschäftigen muss, dies aber eigentlich gar nicht will.

      Die Ergebnisse der Statistik sind dann schon spannend – und teilweise auch, wie sie zustande gekommen sind… (ich sage mal „Storchpopulation und Geburtenrate in Schweden“ 🙂 )

      • Traurig, aber von der Methode her faszinierend: Es gibt aus den USA so eine Studie, die vergleichen wollte, wie hoch die Schwangerschaftsraten bei einvernehmlichem Sex und bei Vergewaltigungen liegen. Und zwar unter der Annahme, dass der Geschlechtsverkehr an einem zufälligen Tag während der Periode stattfindet.

        Sie mussten die Zahl der Frauen herausrechnen, die verhütet hatten, sie mussten die unterschiedlichen Datenbestände (Krankenhaus-Daten und das anonyme Telefoninterview) einander angleichen – z.B. sind da unterschiedliche Altersgruppen in unterschiedlicher Anzahl vorhanden, und am Schluss kam raus, dass eine einvernehmlicher Sex eine Schwangerschaftsrate von 3% hat, Vergewaltigungen eine von 6.

      • Irgendwie bezweifel ich die Richtigkeit der Studie trotz angeführter Berücksichtigungen, solange ich sie nicht selbst überprüft habe, denn die Komponente „unabhängig vom Tag der Periode“ ist schon mal schwierig. Einvernehmlicher Sex ist (vermutlich) leidlich regelmäßig quer über die Periode verteilt, wie es mit Vergewaltigungen in Abhängigkeit zur Pheromonausschüttung aussieht, müsste man mal mit einer Studie untersuchen…

  2. Von Google Reader wird 2 Wochen vor Ende auf eine Alternative gewechselt, da läuft jetzt ein Entwickler Wettbewerb wer das Erbe am besten antreten darf.

    Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. Nicht jede Korrelation ist einen Kausalität. Oder so war das doch..

    • Ja, das ist das Problem mit den Statistiken. Das lernt man im Studium, wenn es mal wieder darum geht, das Ergbnis zu präsentieren, von dem man „weiß“, dass es richtig sein muss… (Und unsere Assistenten vielen aus allen Wolken, als wir ihnen zeigten, das Exel die Daten auch in der Tabelle korrigiert, wenn man im Diagramm an den Diagrammeinträgen schiebt…) 😉

      • Ich hab http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs12110-003-1014-0?LI=true vor längerer Zeit mal gelesen, und kenne die genaue Methodik auch nicht mehr genau. Auf alle Fälle hatten sie verschiedene Arten von bias versucht herauszurechnen.

        Es ist erwiesen, dass Attraktivität bei Frauen mit einer höheren Schwangerschaftsrate einhergeht (z.B. signalisieren Brustgrösse, Gesichtsform und Körperfettverteilung dem Mann die Fruchtbarkeit der Frau), und so vermuten sie, dass die unterschiedliche Schwangerschaftsrate daher kommt, dass Vergewaltiger ganz simpel auswählen können, mit wem sie „Sex“ haben wollen.

        Der einvernehmliche Sex ist unter Frauen viel gleichmässiger verteilt, während man, zynisch gesagt, ab einem gewissen Alter für Vergewaltigungen nicht mehr wirklich in Frage kommt. (Wie die Vergewaltigungsdefinition in dieser Studie lautet, weiss ich auch nicht mehr genau – da mag die USA eben auch anders ticken als Europa.)

      • Da ticken andere Länder aber auch anders. Schweden z.B., wo Frau es nachträglich zur Vergewaltigung erklären kann (und darf), wenn beim (einvernehmlichen) Sex das Kondom beschädigt wird. Aber gerade die USA ist ja betreffend Gesetzgebung zum Thema „IHH! Da sind nackte Menschen im Spiel!“ weltweit führend mit Kuriositäten…

  3. „Statistik ist meistens langweilig“
    Dem muss ich deutlichst widersprechen.
    Alles, was mit Zahlen zu tun hat, kann gar nicht langweilig sein.
    Mittelwerte, Standardabweichungen, Histogramme,die error function, .. wenn das nicht spannend ist!

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