Ein Stöckchen V1.0

Da kam doch neulich ein Herr Feuerblume vorbei, und warf mir ein Stöckchen an die Apo-Theke. Bloß gut, dass das gute Stück nicht all zu heiß war, sonst hätte ich wahrscheinlich neben der Beule auch noch eine Brandwunde (selbst) zu versorgen gehabt. (Ein späterer Test ergab: dieses Stöckchen brennt auch feucht.) Naja, ein Eisbeutel hilft ja erst mal bei beiden Problemen. [1] Nun, das angekündigten Stirnfalten führten zu einem Ergebnis: Ich benutze teste nun Anti-Falten-Creme. Oder so. Das Stöckchen wurde natürlich in Quarantäne genommen, die Gattung wurde mikroskopisch bestimmt [offensichtlich Betula pendula], die wichtigsten Inhaltsstoffe auf Anwesenheit überprüft – und über all diese Tätigkeiten das nachfolgende Prüfprotokoll verfasst:

Welche Prüfungen sind vorgeschrieben?
1. Nenne den Stöckchenwerfer.
2. Beantworte seine elf Fragen.
3. Erzähl elf Dinge über dich.
4. Entwirf elf Fragen, die der nächste beantworten soll
5. Wirf das Stöckchen an den nächsten Blogger.

Na dann auf ins Labor, den Bunsenbrenner angeworfen und die Mikroskop-Lampe vorgeheizt… Bloß warum richt das Stöckchen nach Fisch?

Der Stöckchenwerfer: Mr. FireBloom, seines Zeichens Angestellter einer Auto-Fastfood-Anlage, Offline- und Online-Rollenspieler, und Oberfeldmarschall einer Armee bunt bemalter Plastik- und Metallminiaturkrieger.

Herr Blumes elf Fragen – und meine Antworten.
1.
Wenn du die Wahl hättest zwischen einer Welt ohne Musik und einer Welt in der alles einen Sepia-Filter hat, wie würdest du dich entscheiden und warum?
Sepia-Filter. Ganz klar. Ich fotografiere sowieso zu wenig in Schwarz-Weiß. Zumal analoge SW-Filme einen wesentlich höheren Konstrastbereich haben als DSLR-Sensoren. Und es gäbe viel weniger Rassendiskriminierung wegen Hautfarbe. Und Fragen wie „Die kleine grüne Tablette wars?!“ hätten sich erledigt.
2. Was war das Unwichtigste was in den letzten zwei Jahren deiner Meinung nach im Fernsehen lief.
So ziemlich alle Scripted-Reality-Soaps.
3. Wärst du eher ein Superheld oder ein Superschurke? Beschreibe deine Kräfte.
Der Beipackzettel-Mann. Ich hätte die Fähigkeit, Arzneimittel schnell, leicht verständlich und so interessant zu erklären, dass nicht jeder Patient nach dem 3. Satz weghört. Das dürfte mich dann aber eher zu einem Schurken machen, oder?
4. Angenommen du hättest die freie Wahl aus allen Tieren der Welt: Welches Haustier würdest du dir zulegen?
Ein Schnabeltier, die machen nicht viel. …wo ist eigendlich Perry?
5. Wo würdest du gerne mal Urlaub machen?
Reittour quer durch Arizona. Aber das würden mein Hinterteil, meine Brieftasche und wahrscheinlich auch das Pferd(chen) nicht überleben.
6. Wer ist Schlimmer: die Bildzeitung oder RTL?
Müsste es nicht „Was“ heißen? Egal. Die Bild-Zeitung. Auf RTL lief Dr. House.
7. Was ist dein lieblings Wochentag?
Der Frei-Tag.
8. Was ist die schlimmste Charaktereigenschaft die ein Mensch haben kann?
Cholerische Anfälle gepaart mit Ungedult und Besserwisserei.
9. Was ist die beste Charaktereigenschaft die ein Mensch haben kann?
Geduld. Mit mir.
10. Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Was wird nach dem Dubstep das nächste große Ding in der Musikszene?
Was ist Dubstep? Mein Musikgeschmack ist sicher keine Messlatte für aktuelle Trends. Aber um eine Antwort zu geben: Wie wäre es mit Letkiss?
11. Mir fällt in meiner Einfältigkeit keine elfte Frage ein. Erzähle uns doch einen Witz damit wir was zum Lachen haben.
Zwei Babys liegen auf der Neugeborenenstation. Das eine: Sag mal, bist Du ein Junge oder ein Mädchen?Ein Junge.Ach, woher weißt Du das?Kann ich die erst zeigen, wenn die Schwester rausgegangen ist. Nach einer Weile verläßt die Kinderkrankenschwester den Raum. Und? Was ist nun?Guck hier, sagt das zweite Baby und schlägt die Decke ein Stück zurück, ich habe ein blaues Armbändchen um!

Erzähle elf Dinge über Dich:
Wo fange ich an? Wo höre ich auf? Und was verschweige ich vorsichthalber?
1. An Kuhdorf liebe ich den Blick auf den Sternenhimmel in einer klaren Nacht – man sieht Milliarden Lichtpunkte – und die Positionslichter von mindestens 3 Linienmaschienen. Dass habe ich in Großstadt wirklich vermisst.
2. An Großstadt habe ich das kulturelle Angebot gemocht. Drei mal hintereinander ins Kino, und mit dem Nachtbus nach Hause, um pünktlich mit Sonnenaufgang ins Bett zu fallen – das klapt in Kuhdorf einfach nicht. [2]
3. Ich komme manchmal nicht zum Ende. Das nervt an mir.
4. Ich bin manchmal zu ungeduldig. Mit mir. Und mit anderen.
5. Ich bin der festen Meinung, dass jene Waffen an den wenigsten Verletzungen beteiligt sind, die man gar nicht hat. Im Gegenzug knallen die Gewehre am lautesten, die nicht geladen waren.
6. Mein PVR funktioniert viel besser als früher der Videorecorder. Mit dem PVR kann ich jetzt bis zu 10 Sendungen gleichzeitig aufnehmen, die ich mir später nicht anschaue.
7. Ich habe meine Zeit bei Y-Tours nicht geliebt, aber auch nicht gehasst. Ich hab sie abgerissen, weil ich musste. Und ich hatte keine Lust, soziale Arbeit 3 Monate länger leisten zu müssen.
8. Ich bin faul. Vor allem dann, wenn gerade niemand hinschaut.
9. Ich glaube an den §1 der StVO. Aber ich habe den Verdacht, diese Religion hat nur wenige Anhänger.
10. Ich bin ein Fan der „Scheibenwelt“.
11. Ich bin ein Stubenhocker. Das schützt die Haut vor Sonnenbrand.

Denke Dir elf Fragen für den nächsten Stöckchenfänger aus:
1. Fleisch oder Fisch, was isst Du lieber?
2. Wenn Du ungestraft jemanden schlagen dürftest – wer wäre es, warum und wohin?
3. Der Einkaufszettel – Muss oder Hassobjekt?
4. Welches Küchengerät hälst Du für unverzichtbar?
5. Du darfst mit der Bahn von München kostenlos bis zu einer Stadt Deiner Wahl fahren. Wo fährst Du hin und welche Zwischenstopps läßt Du Dir nicht entgehen?
6. Milchschokolade oder (Zart)Bitterschoki – bekenne Dich!
7. Wann war Dein letzter Faschingsbesuch und welche Kostüm hattest Du an?
8. Wenn Du die Welt in einem Detail grundlegend ändern könntest, was würdest Du tun?
9. Welches ist Dein Lieblingsbuch?
10. Welche ist Deine Lieblingsjahreszeit? Und warum?
11. Du hast einen Tag ganz für Dich allein – also einen Tag bist Du ganz allein auf der Welt – was machst Du?

Wirf das Stöckchen an den nächsten Blogger [Es ist zwar eher ungewöhnlich, das geprüfte Objekt direkt nach Abschluss der Kontrolle wegzuschmeißen, aber gut]:
Also nehme ich das Stöckchen, hohle aus, und werfe es mit viel Schwung! Es landet auf einem Dach… purzelt die Dachrinne herunter… kullert durch eine Tür… und einer Schwester an den Schuh. Na dann: Schwesterle, fang pfleg das Stöckchen!

——————————–
[1] Ich weiß, Brandwunden kühlt man nicht mit Eisbeuteln. Aber das Bild bot sich einfach an…
[2] Hier hält der Nachtbus einfach nicht.

Advertisements

4 Gedanken zu „Ein Stöckchen V1.0

  1. Pingback: Stöckchen | Bruellmausblog

Knick hier Deine Gedanken (Mit Nutzung der Kommentarfunktion erklären Sie sich damit einverstanden, dass alle eingegebenen Daten und Ihre IP-Adresse nur zum Zweck der Spam-Vermeidung durch das Programm Akismet in den USA überprüft und gespeichert werden.):

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s