Dosenfleisch, mehliert

Ein alter Monty-Python-Gag gab einst einem recht modernen Phänomen den Namen: Spam. Und nun habe ich – mal wieder – so ein Teil in meiner Mehlbox. Ich habe die Formatierung etwas geändert, um das ganze nicht zu sehr ausufern zu lassen. Hier also der Wortlaut:

Von Dr. Andrea Orcel; Chief executive officer; London Regional Office; UBS Investment Bank in London.
1 Suchen-vergraben Avenue, London EC2M 2PP

Ich erwarte, dass mein Brief an Sie in guter Gesundheit und Ihre schönsten Stimmung heute treffen, sind wie Sie und Ihre Familie? Bitte verzeihen Sie mir freundlicherweise für Eindringen in Ihre Privatsphäre.

Können Sie in einer finanziellen Geschäftsbeziehung, die von gegenseitigem Nutzen für uns beide sein wird trauen? Ich habe Ihren Namen und treten aus der International Business Information von Ihrem Land mit der Hoffnung, dass Sie Interesse an, was ich bin, Ihnen zu erzählen.

Mein Name ist Dr. Andrea Orcel von Harlesden North west London. Ich arbeite mit UBS Investment Bank United Kingdom. Ich schreibe Ihnen aus meinem Büro, die von einer immensen Nutzen für beide von uns sein wird. Ich kümmere mich Investment Portfolio-Konten für Privatkunden / Kunden aus verschiedenen Teilen der Welt, die in Investitionen im Vereinigten Königreich interessiert sind, gute Rendite für ihr Geld zu machen.

Einer meiner Klienten / Kunden Ron Bramlage starb vor vielen Jahren bei einem Flugzeugabsturz mit seiner Frau und Kinder. Als er starb, hinterließ er eine Gesamtsumme von Zweiundzwanzig Million dreihunderttausend Great British Pounds (£ 22.300.000 GBP) in seinem Investment Portfolio Konto. Verschiedene Bemühungen zu einem seiner
Familienangehörigen durch den Public Records Office-lokalisieren, haben National Archives, Family Records Centre und alle anderen Mittel versagt. Es ist fünf (5) Jahren, und niemand hat sich bei der Bank gezeigt, um einen Anspruch zu machen. Die Regierung ist im Begriff, den
Fonds für seinen persönlichen Gebrauch ist.

Ich erkannte, dass ich die Gelder beanspruchen, wenn ich bekommen kann jemand seine / sich selbst als die nächsten Angehörigen zu präsentieren Ron Bramlage in der Lage sein, die Mittel als Erbe anzutreten. Dies ist ein einmal im Leben einmalige Gelegenheit und ich beabsichtige, guten
Gebrauch davon zu machen. Das ist, warum ich Sie wissen, ob Sie vielleicht Interesse an der Möglichkeit, in Kontakt gebracht. Ich weiß, es scheint illegal, aber Sie haben keine Angst zu haben. Eine Menge Leute sterben und Millionen von Pfund hinter ohne Familienmitglied oder
nächsten Angehörigen, den Fonds zu erreichen. Die Regierung nimmt normalerweise den Fonds für den persönlichen Gebrauch.

Sie müssen verstehen, dass es kein Risiko bei dieser Transaktion, die unser Leben gefährden können; Wenn Sie meine Anweisungen richtig und keine Fehler zu machen, alles wird in Ordnung sein, und wir werden beide Erfolg haben. Alle Dokumente für Sie eine Sicherungskopie wird legal erworben werden und alles abgeschlossen rechtmäßig mit unserer vollen Zusammenarbeit.

Sobald der Fonds wurde erfolgreich an Sie übertragen, werde ich kommen, um Ihr Land, in dem wir dann teilen sich die Fonds in einem Prozentsatz von 60% für mich und 40% Prozent für Sie. Ich beabsichtige, meinen Anteil in eine profitable Investitionen wie Immobilien, etc investieren und möchten, dass Sie meine Investitionen zu behandeln. Ich möchte, dass sich auch vorstellen, mit einem Teil der Mittel, um Menschen in Not, wie Motherless Babies, Obdachlose, Waisen und die Opfer der Katastrophe in Haiti, Japan und den meisten Teil der Welt zu helfen. Wir können ein Leben mit dieser Änderung.

Wenn Sie sich mit diesem Vorschlag fühlen, bitten wir Sie ignorieren und vergessen, dass ich jemals kontaktiert Sie in der Hoffnung, dass Sie die Vertraulichkeit wahrt.

Allerdings, wenn Sie interessiert sind, bitte stellen Sie freundlich die folgenden Informationen unten;
(1). Ihr voller Name:
(2). Ihre Wohn-ADRESSE:
(3). Dein Handy:
(4). Faxnummern:
(5). Beruf:
(6). Ihr Alter:
(7) Ihr Geschlecht an.:

Diese Informationen ermöglichen es über mich geben Sie Ihre Daten an unsere Bank-Datenbank in das Banksystem scheint, dass Sie den Namen nächsten Angehörigen / Erben Nutznießer des Fonds, und dann werde ich Ihre Kommunikation mit UBS Investment Bank führen zur sofortigen Freilassung und sind Übertragung des Sondervermögens zu Ihnen, ich warte auf Ihre sofortige Antwort, so dass wir die Transaktion sofort beginnen können. Alles, was ich verlangen, ist Ihre größter aufrichtige Zusammenarbeit, Vertrauen und höchste Vertraulichkeit, um dieses Projekt erfolgreich zu erreichen.

Ich habe sorgfältig die Modalität für die Ausführung dieser Transaktion unter einer legitimen Anordnung gearbeitet, um Sie aus einer Verletzung des Rechts sowohl in Ihrem Land und hier in England, wenn der Fonds wird auf Ihr Bankkonto überwiesen zu schützen.

Beachten Sie, dass diese Transaktion unter legitimen Anordnung ausgeführt und abgeschlossen werden rechtzeitig gut die allgemeine Erfolg dieser Transaktion.

Ihre rasche Antwort wird sehr geschätzt.
Aufrichtige Grüße, Dr. Andrea Orcel

Ach ja. Wenn es nicht so traurig wäre, würde diese Mail schon im ehrenhaften Gedenken an Monty Python komisch sein. Und nein, ich werde diese Mail nicht vertraulich halten, da ich davon ausgehe, dass die Wahrscheinlichkeit ihrer Echtheit genauso hoch ist wie die Wahrscheinlichkeit, dass die Chinesen dieses Jahr noch Helium ³He auf dem Mond abbauen weden. [1]

Googelt man mal den Namen der angeblichen Versenderin, so findet man, dass es eine Andrea Orcel nicht nur tatsächlich gibt, sondern sie ist wirklich eine Spartenchefin der Investment-Großbank UBS – und sie musse ihren Arbeitgeber erst im Januar diesen Jahres für viel Unsinn betreffend Zinsmanipulation der UBS entschuldigen, welche sie wohl nicht selbst verzapft hatte. Also gerade erst im Januar hat sie die UBS rausboxen müssen, und dann spielt sie mit den Geldern angeblicher (verstorbener) Kunden.

Googelt man den Namen des mitsamt Familie abgestürzten Kunden, stellt man fest, dass es tatsächlich so ein tragisches Ereignis gab. [2] Aber das war nicht vor vielen Jahren sondern Anfang 2012. Zugegeben flog der Pilot und Familienvater eine Pilatus Pc-12/47 (Baujahr 2006), aber deshalb liegt der Unfall ja noch nicht 7 Jahre zurück, und auch nicht fünf, wie in der Mail behauptet, sondern maximal 1,5 Jahre. Des weiteren hat der Verstorbene unter anderem in Boston gearbeitet und ist in Florida abgestürzt. Warum bitte sollte er ausgerechnet ein Konto mit dem nicht unerheblichen Nennwert von 22,3 Mill. £, also zur Zeit ca. 26 Mill. € bzw. ca. 34 Mill. US$ ausgerechnet in einer britischen Investment-Abteilung – also in genau in dem Bereich der Bank, der dafür da ist, der Bank Gewinne zu erwirtschaften, die eben nicht beim Endkunden ankommen – zwischenlagern? Schließlich ist klar, dass kaum etwas unsicherer ist als hochspekulatives Investmentbanking [3]. Und dafür, dass die Familie angeblich im caritativen Bereich tätig war, hört es sich doch sehr danach an, dass die fraglichen Gelder hochspekulativ angelegt wurden.

Dafür, dass er seine Lebensmitte also scheinbar in den USA hatte, scheint es auch nicht verwunderlich, dass er in britischen Familienregistern nicht registriert ist, und man also keine Angehörigen auffinden kann.

Aber es kommt ja noch dicker: Einen Fonds an eine unberechtige Person zu übertragen, dürfte „Beihilfe zum Diebstahl“ nach meinem Rechtsverständnis zumindest nicht legal sein [Änderung 23.04.13 auf Hinweis des Landkrauters]. Sich selber daran zu beteiligen dürfe den Straftatbestand der „Veruntreuung“ erfüllen.  Aber auch der Staat darf sich nicht so ohne weiteres an solchen „übriggebliebenen Geldern“ bedienen, wie es in der Mail so schön heißt. Der Staat müßte dazu erst einmal das Konto enteignen. Das wird sich die Bank wohl aber nicht gefallen lassen, da sie ja mit dem Geld im Bewußtsein arbeiten kann, dass es wohl kaum kurzfristig ausgezahlt werden muss. Ob ein Konto einfach mal so „aufgelöst“ werden darf, wenn kein rechtlicher Erbe vorhanden ist, entzieht sich meiner Kenntnis – ich halte das aber für herzlich unwahrscheinlich (siehe auch [1]). Spannend ist in diesem Zusammenhang auch die Absende-Adresse: orcel.drandrea_ubs@live.com. [4] Nicht bloß, dass der Name an sich schon falsch ist. Das ganze scheint so dramatisch legal zu sein, dass ein Führungsetagenmitglied der UBS nicht mal den UBS-Mailserver dafür benutzen kann/darf/will.

Aber es geht ja schon im Kleinen los. Im ersten Absatz hat sie meinen Namen, weiter unten darf ich angeben, wie ich heiße, wie alt ich bin, wo ich wohne usw. usw. Das Verfahren dient bestimmt nur dem Datenabgleich, damit den sorgfätig ausgearbeiteten Modalitäten der Transaktion genüge getan wird, und so alles sowohl in meinem Land als auch in Großbritannien legal bleibt. Aber eines der schönsten Schmunzler im ganzen Text ist wohl die Suchen-vergraben-Avenue, welche wohl jedem Italo-Western gerecht wird, wo dann der Sheriff die vergrabenen Leute (oder Schätze) sucht… oder wo er die gesuchten Leute (oder Schätze) vergräbt? Man weiß es nicht. Davon abgesehen gehe ich davon aus, dass das Schreiberling, das ja 13,4 Mill. £ selbst behalten will, sich nicht mal vorab einen vernünftigen Dolmetscherdienst leisten kann, sondern das ganze offensichtlich im Netz von einem Bot erledigen ließ. Ja, man muß heutzutage wahrlich überall sparen.

Dazu fallen mir tatsächlich zwei professionell(er)e Aspekte an dieser Mail auf:

  1. Das Verfasser will nicht sofort Geld überwiesen haben. Scheinbar sind solche Leute tatsächlich lernfähig.
  2. Das Verfasser hat offenbar schon einmal etwas von dem Ultimatum-Spiel gehört, denn die 60%-ich und 40%-Du ist die Kampfgrenze, bei der die meisten Teilnehmer auf der „Niedriglohnseite“ noch nicht aussteigen. Wird der Anteil für den „Nutznießer“ aber weiter verringert, steigt dieser meist komplett  aus dem Geschäft aus. Insofern muss man dem Verfasser zumindest ein Mindestmaß an Intelligenz zugestehen.

Bleibt mir abschließend zu sagen:
Liebe/r Verfasser/in dieser Spam-Mail. Meine Gedanken sind zwar geknickt, aber total bescheuert bin ich (noch) nicht. Nein, ich entschuldige das Eindringen in meine Privatspäre nicht. Die ist schließlich privat, deshalb heißt die auch so, und sie soll es auch bleiben. Nein, ich werde diese Mail nicht vertraulich behandeln. Warum auch, sie ist unverschlüsselt und wurde von mindestens zwei Geheimdiensten analysiert. Nein, ich werde mich an illegalen Transaktionen nicht beteiligen, zumindest solange sie so durchsichtig illegal sind, dass es einem wie ein ACME-2t-Gewicht auf die Füße fällt, und ich das nach 2 Zeilen Text erkenne. Nein, ich werde keine meiner persönlichen Daten mitteilen, ich werde auch nicht (rasch) auf die Mail antworten, außer hier im Blog. Ich will weder noch mehr Spam zugesandt haben, noch will ich sinnlos Geld an Menschen verschenken, die ich nicht mal kenne. Wenn ich solche Ambitionen habe, gehe ich zu „Brot für die Welt“ oder spende der regionalen Freiwilligen Feuerwehr etwas.  Ja, ich habe Mitleid mit den Opfern des Flugzeugunglücks und deren Angehörigen. Ich werde mich nicht daran weiden, und ich werde auch nicht versuchen, mich daran zu bereichern.

Und nein, ich will solche Mails nicht wieder erhalten, auch wenn sich niemand für diesen Wunsch interessiert. Und wenn überhaupt, dann macht das ganze doch bitte witziger, einfallsreicher und besser recherchiert. Denn wenn ich schon solchen Unsinn ungefragt bekomme, möchte ich deswegen wenigsten nicht an Langeweile sterben.

Aufrichtige Grüße, Gedankenknick

————————-
[1] Ehrlich gesagt halte ich die Geschichte mit den Chinesen für wahrscheinlicher.
[2] Links auf die Berichterstattung erspare ich hier – wer googelt, der findet selber. Aber da alle von mir auf die Schnelle gegoogelten Ergebnisse nicht verpixelte Fotos auch dfer Kinder enthalten, eine gewisse reißerische Berichterstattung mitschwingt, und sich das ganze eher auf Blöd-Niveau bewegt, möchte ich meine Ergebnisse – schon aus Resepkt vor den Opfern und deren (eventuell vorhandenen) Angehörigen – nicht mitteilen.
[3] Naja, das tatsächliche Fertigstellungsdatum des Prototypen eines „Kalte-Kernfusion-Reaktors“ ist noch unsicherer. Aber im ersten Jahr hat die kalte Fusion mindestens genauso gut funktioniert wie eine Option auf einen Hedge-Fonds.
[4] An diese Adresse sollen Bots ihren Müll schicken, bis die Glasfasern glühen und die Server der Telekomiker zusammenbrechen. Mich stört es nicht.

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16 Gedanken zu „Dosenfleisch, mehliert

  1. Genau dieselbe Masche schon mal erlebt.

    Ein „Christopher Johnson“ mailte mir aus der Nähe von London. Einmal im Jahr 2010 (jepp, ich archiviere Spammails durchaus… unbeabsichtigt, weil ich sei vergesse zu löschen), und einmal im Dezember 2012.

    Ein Mal war er bei der Credit Suisse angestellt, im 2012 jedoch bei der UBS.

    Und in der neueren Mail gings auch um einen Unfalltoten. Eine Person mit genau diesem Namen kam tatsächlich bei einem Flugzeugunglück ums Leben.

    Ich antworte ihm von meiner Müll-Adresse aus und fragte ihn, warum er denn 60% behalten wolle. Meinetwegen wäre ich ja damit zufrieden, wenn er 90% behält bei dieser grossen Summe.

    Er antwortete mir, er hätte mit dem Anwalt schon alles so geregelt und ich könne nur zustimmen oder halt ablehnen.

    Gut, ich schrieb ihm dann, ob ich auf die mail aus dem Jahr 2010 zurückkommen könne, ob er da flexibler sei mit den Prozenten.

    Er hat mir nicht mehr geantwortet. 😦

    Auf solche Scam-mails zu antworten kann ein ganz toller Spass sein – vorausgesetzt, man hat Zeit. Wichtig: Nie wahre Angaben machen. Und zum Voraus überlegen, wie man den Kontakt selbst abbrechen kann, ohne dass man sich entlarven muss (gilt z.B. für den Fall, dass er auf ein Telefongespräch beharren könnte).

    • Ich bekomme sowas auch regelmäßig, gerade die mit den verstorbenen Kontobesitzern in London. Bei mir stiegen aber die Summen in letzter Zeit… 😀 Ich fand es nur mal witzig, darüber zu berichten. Da ja Fortsetzungen mit Steigerung einhergehen müssen, werde ich mir beim nächsten Mal was besseres zu suchen haben… 😉

  2. Erinnert mich an ein nettes Easteregg im Spiel Deux Ex: Human Revolution.
    Da befindet man sich ziemlich gegen Ende in einem extrem gesicherten Hauptquartier eines Cyborg/Militärkonzerns und soll dort die Chefin schnappen.

    Und in einem der dortigen Hochsicherheits-Terminals findet sich eine Mail, wo der Administrator heftig zur Schnecke gemacht wird, weil allem Aufwand zum Trotz immer noch Spam-Mails aus Nigeria durchkommen. Fand ich urkomisch, mitten in so ner nervenzerfetzenden Mission! 🙂

  3. @ gedankenknick NEIN es ist nicht beihilfe zum Diebstahl SEUFZ!
    Aber dass sich wirklich mal jemand ausführlich mit dem Inhalt einer Spammail beschäftigt hat, finde ich cool (-;
    Gruss landkrauter

    • Ich werde das mal ändern. Aber ich finde es trotzdem merkwürdig, dass es keinem Straftatbestand unterliegen soll, wenn ich helfe, ein mir anvertrautes Gut an jemanden zu übertragen, dem es nicht gehört und der auch keinen Anspruch darauf besitzt, und diesen damit juristisch (pseudo)korrekt zum Eigentümer mache. Nach meinem Rechtsverständnis ist das zumindest nicht legal und strafwürdig.

      • klar ist es strafwürdig. versuchter Betrug dürfte drin sein..
        und was die boobytraps angeht…normalerweise wird der Landkrauter ja
        dafür bezahlt, sie zu vermeiden, aber beim Gedankenknick ist schon mal ne
        Ausnahme drin (-;
        Hab dich auf meine Blogroll gesetzt. o.k. für dich?
        Gruss Landkrauter

      • Natürlich ist das ok. Danke schön! (Habe ich schon gesehen gehabt.)

        Und natürlich ist es logisch, dass hier keine zu bezahlende Arbeit umsonst eingefordert werden soll. Die spezielle Frage, die mich in diesem obigen Problem zur „Beihilfe“ trieb, war halt – mal davon ausgehend, dass die Hintergrundstorry wirklich richtig wäre, und dass wir das nach deutschen und nicht nach (mir total unbekanntem) englischen Recht betrachten – die Person, von der der Betrug/Diebstahl ausgeht. Wenn ich die fragliche Person „beauftrage“ und dafür mit 60% Anteil „bezahle“, so war meine Überlegung, geht das gesamte Konstrukt ja von mir aus, auch wenn ich nur auf die eMail reagierte. Da ich aber nun zum „Auftraggeber“ wurde, könnte die beauftragte Seite hinterher zumindest teilweise ihre Hände in Unschuld zu waschen hoffen – da sie ja „nichts von meinen unlauteren Absichten ahnen konnte“. Da ihr aber klar sein müsste, was sie da treibt, so meine Überlegung, müsste es „Beihilfe“ [§27 StGB] (jede vorsätzliche Handlung, die geeignet ist, eine Haupttat zu fördern) sein. Unabhängig davon könnten die Person und ich uns gegenseitig der Anstiftung [§26 StGB] bezichtigen (wobei natürlich das Gefangenen-Dilemma zuschlagen dürfte), aber da mir der Beweis schwerer fallen wird als der anderen Person (die ich ja nachweislich beauftragt haben muss), wäre es wahrscheinlich juristisch blöd von mir, mich in so einem Fall darauf zu berufen.

        Unabhängig davon wird mir das deutsche .Recht immer ein Buch mit wesentlich mehr als 7 §en sein. So hat der Landkrauter zumindest etwas zu lächeln, wenn er sich durch meine Artikel liest. Ist doch auch was wert.. 😀

      • aaalso Diebstahl ist es nicht, dazu muss eine fremde, BEWEGLICHE
        sache weggenommen werden. Hamwer hier nicht.
        Betrug schon eher. das TÄUSCHT jemand einen anderen, um an dessen hart verdiente Kohle ranzukommen. Passt eher, oder? und Versuch, weil Vollendung, also Gedankenknick war zu schlau sein hart im Kampf gegen Krankenkassen, Grosshandel und Finanzamt verteidigtes Geld rauszurücken, ist ja nicht.
        also alles kein Hexenwerk (-;
        und das mit dem umsonstigen Rechtsrat….ehrlich es war ein Scherz..wirklich..also gaaaanz ehrlich…..
        Gruss Landkrauter

      • Moment – kapier ich das grade richtig? Also Geld, welche ich in meinem Hosenbund habe, kann man mir per Diebstahl entwenden, weil es eine „bewegliche Sache“ ist. Aber Geld, welches auf einem Bankkonto (bzw. in einem Fonds) ruht – und welches meiner juristisch unsachkundigen Meinung z.B. per Überweisung oder Abhebung durchaus beweglich sein sollte – ist keine Sache, da ich es nicht, oder maximal per Kontoauszug physisch in die Hand nehmen kann? Zumal ein Fonds ja meistens über Sachwerte (Immobilien, Rohstoffe, Aktien) gedeckt sein sollte.

        Landkrauter, wenn das war ist, dass ich Geld elektronisch klauen kann, ohne einen Diebstahl zu begehen, dann sollte ich echt über einen Berufswechsel nachdenken. Denn wenn ich mich dazu in den Bankrechner hacke, täusche ich ja nicht mal jemanden (außer die Bank vielleicht über meine Identität) – den Kontobesitzer täusche ich zumindest nicht, da ich ja weder direkt noch indirekt Kontakt zu ihm habe. Man staunt und lernt…

      • mach dir keine falschen Hoffnungen..das Strafmass für Betrug und Diebstahl ist meiner Erinnerung nach vergleichbar (-;
        und die Strafdrohung für Hackerei, um an das hart verdiente Geld anderer Leut zu kommen, ist auch nicht ohne. Also eine kriminelle Karriere würde ich da nicht empfehlen
        Gruss Landkrauter

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