Über gedankenknick

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Aufforderung zur Hilfs-Straftat

Ich finde es ja immer wieder erstaunlich, wenn eine dritte Person – zumal eine Person vom Fach – einer zweiten Person – die gewöhnlich nicht vom Fach ist – erklärt, was eine erste Person (in diesem Fall mal ich) so alles machen wird. Obwohl mir das verboten ist. Toll. Aber was ist überhaupt passiert?

Wie immer in einem solchen Fall ist es eine Verkettung der unglücklichen Umständem. Und diese Kette macht das Problem, denn einzeln wären die meisten Kettenglieder eingentlich ganz simpel zu lösen. Aber fangen wir mal am Anfang der Ereignisse an:

1) Der Patient hat seine Schilddrüsenhormone in Tablettenform bis auf die letzte aufgebraucht. Das war allerdings am Sonntag, und Monat sind selbige – Überraschung! – alle. War wohl doch kein voller Blister mehr in der Faltschachtel, wie die Erinnerung geglaskugelt hatte. Blöd. Ist aber nicht schlimm, denn erst geht man zum Arzt, dann in die Apotheke, und dann kann die Behandlung weitergehen wie gehabt.

2) Der Patient hat seit der letzten Verordnung seinen 18. Geburtstag gefeiert.

3) Der regulär (bisher) behandelnde Kinderarzt macht just gerade Urlaub.

4) Der vertrende Kinderarzt stellt auf Nachfrage und Erklärung der Situation seitens des Patienten (und dessen Eltern) kein Rezept aus. Dabei ist mir nicht klar, warum er das nicht macht. Angeblich darf er Schilddrüsenhormone ohne weitere diagnostische Unterlagen nicht verordnen. Vielleicht schwingt da aber auch rein, dass der Patient in der Zwischenzeit juristisch gesehen kein „Kind“ mehr ist. Am Budget zumindest kann es in diesem Fall kaum liegen, so eine Schachtel kostet nicht mal 17€, und davon hat der Patient noch 5€ Zuzahlung und knapp 1€ Festbetragsaufzahlung selber zu bezahlen.

5) Der Hausarzt der Eltern des Patienten verschreibt auch kein Vertretungsarzt-Rezept, denn er ist ja gar nicht die Vertretung des urlaubenden Kinderarztes. Er läßt sich aber auch nicht spontan zum Hausarzt des Patienten erklären, weil er dafür gerne die Unterlagen zur medizinischen Vorgeschichte des Patienten vom Kinderarzt haben möchte – nur ist jener eben in Urlaub und kann sie deshalb nicht herausgeben. Ohne geht es (angeblich) nicht.

6) Der Hausarzt der Eltern hat aber einen sehr guten Hinweis: Fragen Sie doch einfach in Ihrer Stammapotheke, die gibt ihnen bestimmt eine Schachtel ohne Rezept raus. Sie bekommen das ja immer, also wird man Ihnen schon helfen!

Ich finde es ja herzerfrischend, wie mir die verschreibende Zunft auf diese Weise immer mal wieder in den Rücken fällt. So ein netter Hinweis, und schon ist das Problem an jemanden anderen ausgelagert. Ob der damit gegen Gesetze verstößt? Legal, illegal, mir egal – ist ja jetzt nicht mehr mein Problem! Na herzlichen Dank! Wegen solch einem Mist kann ich meine Approbation verlieren! Und solche Aussagen gibt es natürlich nur mündlich. Denn schriftlich wäre es – Tatarata! – ein Privatrezept. Und damit hätte ich kein Problem, und der Patient in dieser Situation wahrscheinlich auch nicht. Aber dann müsste man ja was schreiben, und könnte später dafür verantwortlich gemacht werden. Bei so einem mündlichen Tip – na da ist die Apotheke doch anschließend selber Schuld, wenn sie

a) tatsächlich hilft wie vorgeschlagen und so gegen geltende Gesetze verstößt, wofür ich bis zum Verlust meiner Approbation bestraft werden kann,

oder aber

b) die Abgabe verweigert und damit den Patienten alleine ohne Hilfe sitzen läßt, dabei die Aussage des netten Onkel Doktor „korrigiert“, und schlussendlich gar das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient untergräbt.

Sehr schön, wieviel und welche Auswahl ich da habe. Rein juristisch darf ich den Patienten jetzt für 7 Tage ins Krankenhaus schicken, wo die aber (erfahrungsgemäß) die leidlich ungewöhnliche Dosierstärke des fraglichen Schiilddrüsenhormons sowieso nicht, oder zumindest nicht von der bisherigen Herstellerfirma da haben werden. Das ergibt finanziell und therapeutisch so gar keinen Sinn.

Tja, Apothekerlein, nun hilf mal! Du bist übrigends der Letzte in der (Liefer)Kette, und den beißen bekanntlich die Hunde. Am besten fragst Du mal die Profi-Gutachter von 2hm dazu – die werden Dir bescheinigen, dass Du das kostendeckend prima hinbekommst in deiner Bude!

Übrigends sind das zumeist genau die Ärzte, die diese netten Tips geben, die sich mir gegenüber so ein Vorgehen bei ihren eigenen Patienten aufs Schärfste verbitten. Schließlich habe ich als Apotheker weder Ahnung noch Plan, und da kann sich dann die Omi, die seit 20 Jahren die selbe Blutdrucktablette bekommt, ruhig mal zum Vertretungsarzt im 10km entfernten Dorf bewegen, wenn man selber zufällig gerade Urlaub macht…

In dieser Hinsicht beneide ich die Schweizer Apotheker wirklich um den „Vorbezug“, der in Deutschland bisher jedes Mal an dem Widerstand der Ärzte gescheitert ist, die wohl meinten, dass dann für kein Arzneimittel in D mehr ein Rezept gebraucht würde, und dann hätten sie gar nichts mehr zu tun den ganzen Tag. Oder so. Ganz ehrlich, liebe Ärzte, vielleicht solltet ihr euch mal entscheiden, wie ihr uns Apotheker nun lieber hättet. Das würde einiges vereinfachen und auch aus der Illegalität holen.

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Zu spät!

Zwei junge Damen standen vor mir. Eine reichte mir ein Rezept. Es handelte sich um eine Privatverschreibung einer „Anti-Baby-Pille“, oder von mir aus auch „Wunschkindpille“, also um es mal fachspezifisch auszudrücken ein Ovulationshemmer , eingesetzt (hauptsächlich) aber eben zur Schwangerschaftsverhütung.  Also sagte ich, nachdem die üblichen Höflichkeitsfloskeln gefallen waren und ich mir die Verordnung berachtet hatte:

Hmm… diese Sorte habe ich leider nicht vorrätig. Ich kann sie aber gerne für Sie bestellen.

Ein Blick aus meinem Schaufenster sagte mir, dass die Sonne den Zenit schon weit hinter sich gelassen hatte. Ein Blick zur Uhr in der Ecke des Bildschirms bestätigte, dass die letzte Bestellzeit zur Lieferung für den heutigen Tag schon um einiges verstrichen war. Also fuhr ich fort:

Morgen früh, ab 8 Uhr, hätte ich die Packung dann für Sie abholbereit.

Nein. Das ist viel zu spät. Ich brauch die schneller! Heute noch.

Dann tut es mir leid…

Ich gab das Rezept unbearbeitet der Besitzerin zurück und verabschiedete mich sodann. Die beiden jungen Damen zogen des Weges, weg von meiner Apo-Theke.

Hatte ich schon erwähnt, dass das Ausstellungsdatum des Rezepts einen Termin vor mehr als 7 Wochen anzeigte? Kein Wunder, dass es so dringend gebraucht wurde…

 

Generika?!

Und so begab es sich, dass eine kauf- oder auch beratungswillige Person vor meine Apo-Theke und damit auch vor mich trat… und mich erst einmal ignorierte. Deshalb hub ich meine Stimme, um meinen Willen Kund zu tun, diesen Sachverhalt gerne positiv zu ändern. So sagte ich also:

Guten Tag! Kann ich Ihnen vielleicht helfen?

Haben Sie Generika? Weiterlesen

BtM-Anfrage

Ja, es ist eine in der Zwischenzeit althergebrachte Weisheit, dass deutsche Apotheken ab dem 11.03.2017 Cannabis-Verschreibungen zu beliefern haben. Und dass es schon genug Unsinnigkeiten um die Bezahlung gegeben hat, wobei genug Leute mit viel Fachwissen aber ohne allzu viel Ahnung über die Gesetzeslage rund um die Apotheke mal wieder festgestellt haben, dass sich deutsche Apotheken eine goldenen Nase an den Patienten verdienen werden. [1] Und dass, obwohl es eine Reihe völlig ungeklärter Verfahrensprobleme gibt, die bis heute – also locker 9 Tage nach Inkrafttreten des Gesetzes – noch nicht mal teilweise geklärt sind aus meiner Sicht. [2] Aber dies soll nicht Thema dieses Eintrags sein. Denn ein – aus meiner bescheidenen Sicht – nicht unerhebliches Problem der Diskussion um den Cannabisgebrauch schwerstkranker Menschen ist, dass auf der selben Welle immer auch die „Genussnutzer“ reiten. Und dass diese ungefragt die Argumente der therapiebedürftigen Patienten nutzen und umfunktionieren, ohne jene überhaupt nur zu fragen, was natürlich ebenjenen Argumenten genauso wenig zum Vorteil gereicht wie ebenjenen Patienten, denen Cannabis tatsächlich einen therapeutischen Vorteil bietet. Und so begab es sich, Weiterlesen

Telefonitis… mal wieder

„Tüdelü tüdelü!“ werde ich gerufen – vom Telefon natürlich, denn gewöhnlich bedienen wir uns schon artikulierterer Äußerungen bei zwischenmenschlicher Interaktion. Egal… denke ich und nehme mir vor, ab sofort alles Gedachte kursiv zu protokollieren. Ein kurzer Blick aufs Display zeigt die Vorwahl Kleckershausen, von Kleinstadt aus betrachtet circa 1/3 des Wegs nach Mittelgroß-Stadt.

Knick-Apotheke. Knick am Apparat. Wie kann ich behilflich sein?

Ja. Tach. Haben Sie denn [überteuerter homöopatischer Hustensaft]?, verlangt die Stimme am anderen Ende der mehrfach digital-analog-wandelnden Kommunikationsverbindung 1) zu wissen. Weiterlesen

Pferdesport

Nein, heute gibt es keinen Artikel über Pharmazie im Veterinärwesen. Statt dessen hat der Geschäftsführer der „Deutschen Parkinson Vereinigung“ (DPV), Herr Friedrich-Wilhelm Mehrhoff, verlautbaren lassen, dass man sich „vergallopiert“ habe, obwohl man sich eben nicht „vor den Karren der Versandapotheke hat spannen lassen„.

Soso. Mir fallen 2 Pferdesportarten ein, wo man selbige vor eine Art Karren spannt. Bei der einen – dem Fahrsport – darf galoppiert werden, so viel der Fahrer will und die Pferde hergeben. Da kann man sich maximal verfahren. Bei der anderen – dem Trabrennsport – führt das vergaloppieren zu einer einzigen Konsequenz: man wird disqualifiziert. Da hilft dann auch keine anschließende „Korrektur“, welcher Art auch immer.

Zugegeben. Hätte sich der DPV nicht ausnutzen lassen, damit irgendein blödes Gericht endlich den ausländischen Versandhandel vor den EuGH schickt, hätte sich der ausländische Versandhandel halt einen anderen „Geschäftspartner“ gesucht, der es mit sich hätte machen lassen. Aber hinterher zu behaupten:

  • einerseits seien die Apotheker schön blöd mit Ihrer Klage gewesen,
  • andererseits hat man mit den (zu diesem Zeitpunkt illegalen) Bonusabsprachen ja gar nichts schlimmes gemacht,
  • dritterseits war das ja alles nicht so gemeint, Schwamm drüber, wir lachen jetzt alle eine Runde und gut ist,
  • vierterseits konnte man ja gar nicht ahnen, welche Wellen solch eine Aktion zu schlagen fähig ist
  • und fünfterseits hat es keine Folgekonsequenzen seitens der eigenen Verbandsmitglieder, dass man mal Hü! und mal Hott! ruft,

dann ist das schlicht an Naivität nicht zu überbieten. Herr Mehrhoff, sie haben mit Ihrer Aktion den deutschen Apotheken, den deutschen Patienten und ihren eigenen Verbandsmitgliedern einen Bärendienst erwiesen. Da sollten Sie mal in sich gehen und weitere Aussagen überdenken, bevor diese aus ihrem Mund hervorgaloppieren…

Apropos: Wer sich selber vergaloppiert hat, sollte das dann nicht anderen andichten und vorwerfen. Also lassen Sie Herrn Gröhe mal machen, und halten sie bitte Ihre Zunge im Zaum! 1)


  1. Nur um im Bild zu bleiben.

Information zur Lieferfähigkeit (Update)

Soeben erreichte mich folgende Informationschreiben des  Ministeriums für Wahrheit, welches ich gerne an alle nichtbetroffenen Patienten und Versicherten weiterreichen möchte:

Sehr geehrte Bürgerin, sehr geehrter Bürger!

Mit erschrecken haben wir zur Kenntnis genommen, dass eine terroristiosche Vereinigung bestehend aus einem Zusammenschluss von Apothekern, Pharma-Herstellern und Pharma-Großhändlern sowie einem kleinen Anteil der „freien Presse“ hartnäckig verbreitet, es bestehe in diesem unserem wunderschönen Lande die Gefahr, dass die Bevölkerung mit einigen unbedeutende Arzneimitteln nicht ausreichend versorgt werden könnte.

Wir, das Ministerium für Wahrheit, unter unserem Wahrheitsminister Herrn Flöhe, möchten alle Bürger und Bürgerinnen dieses unseres Landes darüber informieren, dass entgegen den Informationen subversiver Apothekeninhaber und terrorostischer Pharma-Hersteller die qualitative und quantitative Versorgung der Bevölkerung mit allen erdenklichen und undenkbaren Arzneimitteln und Medizinprodukten sichergestellt ist.

Wir weisen darauf hin, dass angebliche „Lieferengpässe“, welche von Apothekern und Herstellern in deren angeschlossenen Presseorganen immer wieder verkündet wurden und werden, nicht existieren! Deswegen erklären wir hiermit die Worte „Lieferengpass“ und „Lieferunfähigkeit“ zu Gedankenverbrechen.

Weiterhin betonen wir, dass Apotheker, die behaupten, diese oben genannten Lügen seien nur die Spitze des Eisbergs, und sie hätten selber Lieferengschwierigkeiten nicht nur bei Impfstoffen, sondern bei vielen Arzneimitteln des täglichen Bedarfs und Geschäfts, insbesondere bei solchen mit Rabattverträgen für die gKV, schamlos die Ängste der Bevölkerung unnötig schüren. Bei Arzneistoffen wie Candesartan, Diazepam, Gabapentin, Irbesartan, Metoprolol, Novaminsulfon, Pankreatin, Quetiapin, Sultamicillin, Venlafaxin und einige andere mehr bestehen keine, wir wiederholen keine Lieferengschwierigkeiten. Des weiteren möchten wir betonen, dass niemals Lieferengschwierigkeiten bestanden haben und das auch niemals Lieferschwierigkeiten bestehen werden.

Wir sind uns darüber deshalb so sicher, da wir in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Überfluss eine Befragung der angeblich betroffenen Hersteller durchgeführt haben, die immer zum Ergebnis kam dass der Hersteller als Stellungnahme diese Aussage angab:

Wir, Hersteller vom Arzneimittel / Medizinprodukt XY haben mindestens eine Packung fraglichen Arzneimittels in unserem Lager / Museum. Daher sind wir lieferfähig. Da wir uns standhaft weigern, diese Packung tatsächlich auszuliefern, werden wir auch weiterhin lieferfähig sein.

Wir, das Ministerium für Wahrheit, haben diese Erkenntnisse im höchsten Abgeordnetengremium dieses Landes nicht zur Diskussion vorgeschlagen, worauf dieses Gremium beschlossen hat, dass es mangels dokumentierter Lieferengschwierigkeiten nichts zu diskutieren gibt. Bürgerinnen und Bürger, eine bessere als unsere Arzneimittelversorgung ist weltweit nicht bekannt!

Um diese terroristische Volkshetze einzelner Apotheker zu unterbinden, haben sehen wir drakonische Strafmaßnahmen für Apotheker seitens der gKV als legitim an. Rückwirkend zum 01. September 2016 werden Apotheker, die solche Aussagen ohne ausreichende Beweise, die per Definition dieses Ministeriums gar nicht zu beschaffen sind, einfach mit Nichtbezahlung bestraft. Innerhalb kürzester Zeit werden diese Volksfeinde verhungert sein, und die ehrbaren und ehrhaften Mitarbeiter jener Zunkt können um so besser die Bevölkerung mit den immer und überall in Massen vorhandenen Arzneimitteln, Impfstoffen und Medizinprodukten versorgen.

Lassen Sie sich nicht von der Panikmache einzelner Apotheker anstecken!

Alles ist gut. Und alles wird noch viel besser!

Ihr Ministerium für Wahrheit

Ich habe zur Zeit 75 Arzneimittel, denen ich zum Teil seit 1 Jahr hinterher renne, ohne sie käuflich erwerben zu können. Darunter Schmerzmittel, Impfstoffe, Blutdrucksenker, Antibiotika, Psychopharma u.a. Dabei lösche ich regelmäßig Arzneimittel, die über einem Jahr nicht zu erhalten waren, aus meiner Liste heraus, damit ich nicht komplett den Überblick verliere.

Na dann.

Update (mit Fußnote): Gerade habe ich vom Ministerium für Überfluss einen Hinweis erhalten, dass die Verwendung der sogenannten Sonder-PZN für Nichtlieferbarkeit von Rabatt- bzw. Importarzneimitteln auf abzurechnenden Rezepten [1] logischerweise auch ein Gedankenverbrechen ist, denn es ist mit dieser maschinell lesbaren Bearbeitungszeile ja das Wort „Lieferengpass“ mental verknüpft. Die Verwendung dieser Sonder-PZN wird in Zukunft rückwirkend zum 01.09.2016 akribisch durch die gKV geprüft auf Übereinstimmung mit den offizillen Lieferschwierigkeitsmeldungen der Hersteller an die gKV. Da die Hersteller aber immer Lieferfähigkeit melden, ist eine Verwendung der Sonder-PZN ab sofort per Definition ein Verbrechen.

Nachtrag: Hier habe ich über die unleidige Nichtlieferfähigkeit von (Rabattvertrags-) Arzneimitteln schon im Jahr 2013 geschrieben. Es ist nicht besser geworden seit dem, aber das Formular zur Meldung von Lieferengpässen durch die Hersteller ist wohl nicht mehr online.

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[1] Diese Sonder-PZN wurde mit den Rabattverträgen im Jahr 2007 eingeführt, damit im nicht vorstellbaren Fall der Nichtverfügbarkeit eines Rabattarzneimittels der Apotheker maschinell eben jene Lieferunfähigkeit des Herstellers dokumentieren kann (und muss). Zusätzlich zu der maschinenauswertbaren Dokumentation muss er aber zusätzlich eine (nochmalige) handschriftliche Dokumentation auf dem Rezept durchführen, da eine Dokumentationsart in Ozeanien nicht ausreicht, um einen Sachverhalt klar dazulegen.