Pferdesport

Nein, heute gibt es keinen Artikel über Pharmazie im Veterinärwesen. Statt dessen hat der Geschäftsführer der „Deutschen Parkinson Vereinigung“ (DPV), Herr Friedrich-Wilhelm Mehrhoff, verlautbaren lassen, dass man sich „vergallopiert“ habe, obwohl man sich eben nicht „vor den Karren der Versandapotheke hat spannen lassen„.

Soso. Mir fallen 2 Pferdesportarten ein, wo man selbige vor eine Art Karren spannt. Bei der einen – dem Fahrsport – darf galoppiert werden, so viel der Fahrer will und die Pferde hergeben. Da kann man sich maximal verfahren. Bei der anderen – dem Trabrennsport – führt das vergaloppieren zu einer einzigen Konsequenz: man wird disqualifiziert. Da hilft dann auch keine anschließende „Korrektur“, welcher Art auch immer.

Zugegeben. Hätte sich der DPV nicht ausnutzen lassen, damit irgendein blödes Gericht endlich den ausländischen Versandhandel vor den EuGH schickt, hätte sich der ausländische Versandhandel halt einen anderen „Geschäftspartner“ gesucht, der es mit sich hätte machen lassen. Aber hinterher zu behaupten:

  • einerseits seien die Apotheker schön blöd mit Ihrer Klage gewesen,
  • andererseits hat man mit den (zu diesem Zeitpunkt illegalen) Bonusabsprachen ja gar nichts schlimmes gemacht,
  • dritterseits war das ja alles nicht so gemeint, Schwamm drüber, wir lachen jetzt alle eine Runde und gut ist,
  • vierterseits konnte man ja gar nicht ahnen, welche Wellen solch eine Aktion zu schlagen fähig ist
  • und fünfterseits hat es keine Folgekonsequenzen seitens der eigenen Verbandsmitglieder, dass man mal Hü! und mal Hott! ruft,

dann ist das schlicht an Naivität nicht zu überbieten. Herr Mehrhoff, sie haben mit Ihrer Aktion den deutschen Apotheken, den deutschen Patienten und ihren eigenen Verbandsmitgliedern einen Bärendienst erwiesen. Da sollten Sie mal in sich gehen und weitere Aussagen überdenken, bevor diese aus ihrem Mund hervorgaloppieren…

Apropos: Wer sich selber vergaloppiert hat, sollte das dann nicht anderen andichten und vorwerfen. Also lassen Sie Herrn Gröhe mal machen, und halten sie bitte Ihre Zunge im Zaum! 1)


  1. Nur um im Bild zu bleiben.

Überaltert androidisiert…

…oder meine ersten Schritte in der Welt des Betriebssystems „Android“ und meine Erfahrungen mit einem neuen Handy, technikbegeistert „Smart-Phone“ genannt, dem DingensTM.

Ich werde alt. Obwohl ich mich eigentlich noch gar nicht so alt fühle. Und meine Rentenbelege [1] sagen auch, dass ich noch eine halbe Ewigkeit zu arbeiten habe – wenn nicht noch länger. Und trotzdem… Weiterlesen

Einen schönen 4. Advent!

 

Vier Kerzen brennen auf dem Kranz, und schon bald ist Heilig Abend.

Auf meinem Blog war es in letzter Zeit etwas ruhiger. Vielleicht liegt es an der „dunklen Jahreszeit“ – nun ja, wir hatten vor zwei Tagen ja die Wintersonnenwende und somit die längste Nacht des letzten Jahres. [1] Aber auch die politischen und berufspolitischen Ereignisse der letzten Zeit ließen mich ein wenig lethargisch werden. Seit 10 Jahren geht es mit meinem Berufsstand in Deutschland mehr oder weniger bergab, und die zu erahnenden Hoffnungsfünkchen vor und beim Zusammenschluss der GroKo erscheinen zwischenzeitlich auch eher wie Irrlichter.

Zu dem hatte meine „Funkstille“ mehrere Ursachen. Zu einigen Themen wollte ich nichts sagen, weil ich nicht den vollen Überblick hatte, und dieser sich erst mit der Zeit ergab (z.B. „Datenskandal der Apotheken“). Aber wen interessieren schon die Nachrichten von gestern? Zu einigen Themen habe ich nichts geschrieben, weil ich einfach total geplättet war betreffend ihrer – von einem Großteil der Bevölkerung gar nicht zu verstehenden – Auswirkungen (z.B. die Begründung des Null-Retax-Urteils des BSG). Und einige Themen konnte ich einfach nicht fassen (z.B. die Ablehnung der ApoBetrO-Änderungs-Anträge der Apothekerkammer Brandenburg). Bloß was soll ich hier im Blog schreiben, wenn mir nur noch die Worte fehlen?

Das ganze lässt mich trübe in die Zukunft schauen, denn bisher hat sich der Leitspruch der ABDA – „Es hätte ja noch schlimmer kommen können!“ – als das Mantra zur Zukunft der Apotheken – „Es wird noch schlimmer kommen, weil wir alles mit uns machen lassen!“ erwiesen. Und ich sehe keine Änderung.

Trotzdem wünsche ich allen Lesern meines Blogs schon jetzt gesegnete, fröhliche, besinnliches und ruhige Weihnachtsfeiertage.

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[1] Was vom der Natur sehr clever eingerichtet ist, denn so passt sie optimal zum kürzesten Tag des Jahres.

Mit Überlichtgeschwindigkeit

Ich habe heute um ca. 14.10Uhr ein Fax reinbekommen mit Absender-Kennung des heutigen Tages, aber Sendezeit 15.59Uhr. Gemäß einiger eher umstrittener Auslegungen der speziellen Relativitätstheorie führt eine Bewegung mit Überlichtgeschwindigkeit durch die Raumdimensionen zu einer Bewegung entgegen des Zeitflusses durch die Zeitdimension. Das läßt für mich nur zwei Schlüsse zu:

Entweder es hat ein echtes Problem beim LHC im CERN gegeben [1], und die Telekomiker haben die Gunst der Stunde genutzt und fragliche Fax-Daten durch ein stabiles Wurmloch zu mir umgeleitet.

Oder der Absender hat sein Fax ein wenig falsch eingestellt.

Es ist aber ein schönes Gefühl, jetzt schon Versorgungsprobleme zu lösen, bevor sie überhaupt auftreten… 😉

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[1] Obwohl der Nachweis der Möglichkeit zur Schaffung eines künstlichen schwarzen Lochs und damit stabiler Wurmlöcher neben den offensichtlichen Problemen sicherlich ein netter wissenschaftlicher Durchbruch wäre.

Dosenfleisch aus Südtirol

Wenn einer etwas Dosenfleisch bekommt, dann hat er was zu erzählen. Ich finde es ja ganz witzig, mich über solche Machwerke auszulassen, und daher möchte ich dem geneigten Leser dieses Kleinod des unsinnigen Strom- und Speicherplatzverbrauchs nicht vorenthalten. Und so begab es sich, dass sich plötzlich und ungefragt folgendes Anschreiben in meiner Mehl-Box anfand: Weiterlesen